Die Bücher des Dr. Van H.

Idee zu einer Vampirtrilogie

Grundidee

Geschichten von Vampiren setzten voraus, daß es Vampire gibt, oder sie versuchen, davon zu überzeugen. In diesem Film ist das Gegenteil der Fall.
Hier soll ein realistischer Mensch gezeigt werden, der viele Merkmale eines Vampirs hat.
Vorausgesetzt wird, daß wir alle selbstverständlich nicht an Vampire glauben. Dies ist so selbstverständlich, daß die realistischen Erklärungen der Vampir-Merkmale offensichtlich aber nicht explizit dargelegt werden müssen.
Für den Verdacht des Vampirismus, der durch die Anhäufung dieser Merkmale und die unheimliche Stimmung entsteht, ist somit der Seher selbst verantwortlich.
Die Spannung entsteht nicht durch Schock-Effekte, sondern durch die unbewußten Assoziationen der Seher.
Was ich sehe, ist wirklich. Wie ich mir das gesehene erkläre, ist Fiktion.
Dieser Effekt wird durch die realistische Darstellung in Video-Format verstärkt. In Anlehnung an den Roman von Bram Stoker wird der erste Teil der Geschichte durch ein Video-Tagebuch, das der Held seiner Freundin schicken will, erzählt.
Die anderen beiden Teile sollen durch super8-Aufnahmen des jungverheirateten Kapitäns bei der Überfuhr und durch Fernsehnachrichten erzählt werden.

Inhalt –Teil 1: Der alte Blutsauger

Europa kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs:
Ein junger Mann arbeitet neben seinem Studium in einem Immobilienbüro. Er lebt ein glückliches Studentenleben, geht aus, amüsiert sich, lernt eine attraktive junge Frau kennen und verliebt sich.
Sie beschäftigt sich nebenbei mit Esoterik. Sie legt sich und ihm die Karten: Großes Wagnis – Wandlung – Heimkehr ...
Er bekommt den Auftrag zu einer Dienstreise nach Rumänien. Es geht um Rechtsansprüche einer alten, deutschen Adelsfamilie aus Siebenbürgen. Seiner neuen Flamme verspricht er, Videotagebuch zu führen und ihr die Kassetten zu schicken.
Die Reise in den Osten entwickelt sich zu einem Horrortrip durch Elend und Verwüstung. Die Dörfer, durch die der Student reist, scheinen im Mittelalter zurückgeblieben zu sein.
Niemand spricht seine Sprache. Daß in der alten Ruine noch jemand lebt, glaubt niemand, außer einigen, die seltsame Andeutungen machen. Vielleicht auch nur ein Spaß auf Kosten des Fremden.
In einem kleinen Dorf, erlebt der junge Mann ein seltsames Ereignis: Eine junge Frau wird verstoßen. (Alle sprechen rumänisch – Er bekommt nur mysteriöse Auskunft.) Sie wirkt wild, animalisch. Sie lauert einem Jungen auf fällt über ihn her, er kann flüchten. Später bricht sie in’s Gasthaus ein. Ein Pater sprichst wild auf sie ein und hält ein Kreuz vor sie. Sie schreckt ängstlich und verschüchtert zurück, duckt sich, wimmert, flüchtet. Alle beten.
Als der junge Mann den Alten trifft sagt dieser irgendwann nebenbei ein paar deutsche Wörter zu sich selber. Der Junge ist froh, endlich mit jemandem reden zu können. Er erzählt ihm von dem Vorfall im Dorf. Dieser entgegnet ihm mit einer bitteren Abrechnung gegen die Tyrannei der christlichen Moral. Und das sich immer wieder immer mehr dagegen aufgelehnt haben und weiter auflehnen werden.
Der Alte lebt in den Kellern der Ruine. Aus Furcht vor Räuberbanden lebt er versteckt, nachts. Er scheut das Licht wie die Pest und lebt schon seit Ewigkeiten so nach seinen eigenen Regeln.
Dementsprechend sieht er aus: Die Haut ist weiß und dünn, die Adern scheinen durch. Die Nägel sind erschreckend lang. Auf seinem Kopf sind unregelmäßige Büschel langer weißer Haare. Er hat noch zwei Zähne, aber die sind spitz. „Das ist praktischer so,“ sagt er.
Er ist unschätzbar alt. Und er lebt nur in der Vergangenheit: Monarchie, Mittelalter, Altertum – alles verschwimmt zu einem Konglomerat. Er haßt das Christentum und hat sich ein seltsames eigenes Weltbild geschaffen.
Unter den herrschenden hygienischen Bedingungen ist die Frische der Nahrung essentiell. Der Alte hat Blut, als Zeichen für diese Frische und Lebendigkeit, an zentraler Stelle in sein Weltbild eingebaut.
Von diesen weitschichtigen Verwandten und ihrem Auftrag zur Klärung der Besitzverhältnisse zu hören, macht dem Alten Angst.
Nach anfänglichen Berührungsängsten gewöhnt sich der Alte an den Studenten mit der Kamera. Er quasselt ihn voll. Dem wird das zuviel, er zieht sich ängstlich zurück, bereitet seine Abreise vor.
Der Alte, der nach Ewigkeiten ein Gegenüber hat, will ihn nicht gehen lassen, und sperrt ihn einfach wie ein Tier ein. Niemand wird es merken. Niemand wird ihn hier suchen. Durch geschlossene Türen funktioniert aber auch keine Kommunikation. Der Alte, der Gefallen am Sprechen gefunden hat, beschließt, in die Welt hinaus zu gehen. Den Studenten läßt er einfach zurück.

Inhalt –Teil 2: Die Überfahrt

Segelschiff: Einige junge Betreuer & mehrere jugendliche Mädchen (Erlebnispädagogik).

Ein Fremder wird aufgelesen & mitgenommen. Eifersüchteleien entstehen. Eines der Mädchen verletzt sich, wirkt verzweifelt. Die Betreuer verdächtigen den Fremden, erkennen nicht, wie sie selber mißbrauchen, sich gegenseitig aussaugen. ...

Inhalt –Teil 3: Der Kampf

Fernsehnachrichten, gesellschaftspolitische Reportagen und Talkshowausschnitte über Leidenschaft, Sex, Abhängigkeit, Ausbeutung ...

Schlußszene: Vampirjäger und Helfer stürzen sich auf den Vampir und zerfetzen ihn, fressen ihn auf und verkriechen sich mit blutverschmierten Gesichtern.